Franz Bertl

In Erinnerung an Franz Bertl (Geliebter Ehemann, Papa und Opa)

Es gibt Menschen, die prägen einen ganzen Ort. Weil sie da sind. Weil sie anpacken. Weil sie Ideen nicht nur aussprechen, sondern umsetzen. Weil sie mit beiden Beinen im Leben, in der Landwirtschaft und in der Region stehen.

Es gibt Menschen, die prägen einen ganzen Ort. Weil sie da sind. Weil sie anpacken. Weil sie Ideen nicht nur aussprechen, sondern umsetzen. Weil sie mit beiden Beinen im Leben, in der Landwirtschaft und in der Region stehen. Franz Bertl war so ein Mensch.

Ein Wilhelmsburger, den viele kannten, schätzten und dem man gerne begegnete. Am Hof, am Hauptplatz, beim jährlichen Käsemarkt, bei Gesprächen über Landwirtschaft, regionale Vermarktung und das, was möglich wird, wenn jemand an eine Sache glaubt und dranbleibt.

Am vergangenen Freitag, 12.06.2026 ist Franz Bertl verstorben. Viel zu früh. Er hinterlässt eine große Lücke – bei uns in seiner Familie, bei seinen Freunden, bei Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern und in der gesamten Region. Seither bewegt sich unsere Welt in all dem Trubel ein Stück langsamer.

Franz Bertl war ein Vordenker. Einer, der früh gesehen hat, wie viel Kraft in der bäuerlichen Landwirtschaft steckt, wenn man ihr Wert gibt. Einer, der neue Wege nicht nur gedacht, sondern auch eingeschlagen hat. Mit Mut, Ausdauer und Überzeugung hat er den Familienbetrieb aus dem damaligen Nebenerwerb zum landwirtschaftlichen Vollerwerb gebracht. Immer mit der Vision, dass seine Kinder einmal am und vom Hof leben können. Eines von vielen Ziele, die Franz in seinem Leben gelingen sollten.

„Wenn ihr mich sucht, sucht mich in euren Herzen. Habe ich dort eine Bleibe gefunden, bin ich immer bei euch.“

Bereits in jungen Jahren übernahm er den elterlichen Betrieb und entwickelte ihn mit Mut, Weitblick und viel Arbeit weiter. Er war mit Freude und Liebe in der Feld- und Stallarbeit bei seinen Tieren, zugleich aber immer offen für neue Ideen und Möglichkeiten. Aus diesem Denken heraus entstand auch das Konzept der Wilhelmsburger Hoflieferanten. Gemeinsam mit der Familie Graßmann stellte Franz Bertl dieses Projekt auf die Beine und blieb trotz vieler Hürden beharrlich dran.

Er war Bauherr der heutigen Hofmolkerei, die seit 1997 ein sichtbares Zeichen dafür ist, was entstehen kann, wenn Landwirtschaft, Handwerk und regionale Verantwortung zusammenfinden. Auch die Schulmilch, die heute weit über Wilhelmsburg hinaus geschätzt wird, trägt seine Handschrift. Ebenso der jährliche Käsemarkt am Hauptplatz in Wilhelmsburg, den er über viele Jahre mit organisierte und der für viele Menschen zu einem beliebten Treffpunkt wurde. Sein Engagement reichte aber weit über den eigenen Hof hinaus.

49 Jahre war Franz Bertl Mitglied beim Niederösterreichischen Bauernbund, davon zehn Jahre Obmann der Ortsgruppe Wilhelmsburg. Er war jahrelang im Vorstand der ÖVP-Stadtpartei tätig und engagierte sich auch in der Genussregion. Wo es um Landwirtschaft, Region und Gemeinschaft ging, war Franz Bertl mit Herz, Tatkraft und Haltung dabei. Franz war vieles: Bauer. Vordenker. Macher. Wegbereiter. Familienmensch.

Gesprächspartner. Einer, der Spuren hinterlässt. Neben seinem geliebten Bertl-Hof war das Ausseer Land einer seiner Sehnsuchtsorte, den er so oft er konnte mit seiner Antonia bereiste. Gemeinsam verbrachten sie dort nicht nur gerne ihre freie Zeit, sondern knüpften auch wertvolle Freundschaften. Franz war außerdem leidenschaftlicher Jäger, tief verbunden mit der Natur und dem Leben draußen. Besonders gerne war er auch mit seinen Enkelkindern unterwegs – die gemeinsamen Skitage oder Tage am See am Stand-Up Paddle mit ihnen waren für ihn kostbare Momente, die bleiben.

Wir sind dankbar für das, was er aufgebaut, angestoßen und möglich gemacht hat. Sein Wirken bleibt Teil der Geschichte der Familiengeschichte, dicht verwoben mit der, der Wilhelmsburger Hoflieferanten. Sein Wirken ist und wird immer Teil unserer Familiengeschichte bleiben. Danke, Franz, Du fehlst!

(Fotocredits: @ Amélie Chapalain)
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